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Unter dem Begriff "Demografiewandel" ist die jüngere Tendenz der deutschen Bevölkerungsentwicklung zu verstehen. Diese ist gekennzeichnet durch den Rückgang der Geburten (Schrumpfung) sowie die gleichzeitig steigende Lebenserwartung (Vergreisung).

Die Altersstruktur der deutschen Erwerbsbevölkerung verändert sich daraus folgend dramatisch. Während derzeit die Gruppe der 35- bis 49-Jährigen den größten Anteil an der Erwerbsbevölkerung stellt, wird dies bereits in naher Zukunft die Gruppe der 50- bis 67-Jährigen sein.

Kostenbelastung durch den Demografiewandel

Diese Entwicklung birgt für Unternehmen erhebliche Risiken. Insbesondere bei Berufen mit hoher körperlicher Belastung steigt die Wahrscheinlichkeit für eine langfristige Erkrankung mit zunehmendem Alter an. Während heute nur etwa 27 Prozent der Fach- und Führungskräfte älter als 50 Jahre sind, wird bereits im Jahr 2015 jeder Dritte dieser Alterskategorie angehören.

Für Unternehmen ergeben sich hierdurch hohe Kostenbelastungen. Von besonderem Gewicht sind die Aufwendungen für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, Kosten für anfallende Mehrarbeit und Vertretungspersonal sowie Kosten aufgrund ungenügender Auslastung des Produktionsapparates, Qualitätsmängel und Lieferschwierigkeiten.

Darüber hinaus führt der Demografiewandel zu einer spürbaren Verschärfung des Konkurrenzkampfes um knapper werdende Fach- und Führungskräfte. Es gilt diese zu gewinnen und langfristig an das Unternehmen zu binden.

Demografiewandel gestalten heißt jetzt zu Handeln

Die Studie "Pro 50 - Arbeit mit Zukunft" der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) zeigt nachdrücklich, dass die Unternehmen in Deutschland nur unzureichend auf den demografischen Wandel vorbereitet sind. Im Rahmen der Studie wurden 53 Unternehmen aus verschiedenen Branchen über ihre Maßnahmen zur Zukunftssicherung befragt. Danach hält sich nicht einmal jedes vierte Unternehmen für gut gerüstet. Zwar geben rund 96 % der Befragten an, dass sie die Beschäftigung mit dem Thema für wichtig halten, fast 40 % stufen es sogar als sehr wichtig ein. Doch gerade mal 34 % der Befragten sagen, ihr Unternehmen sei gut oder sehr gut auf den demografischen Wandel vorbereitet.

Der demografische Wandel ist keine theoretische Problemstellung. Er hat längst in den deutschen Unternehmen Einzug gehalten. Unternehmer, die den demografischen Wandel aktiv gestalten möchten um Risiken zu vermeiden und Potentiale zu nutzen, müssen bereits heute handeln. Die Einführung von Lebensarbeitszeitkonten ist ein erster Schritt den unausweichlichen Entwicklungen entgegenzutreten und positive Signale zu setzen.

 
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